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Gustav-Steinmann-Medaille 2001 an Roland von Huene |
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Im Rahmen der 91. Jahrestagung wurde die Medaille an Dr. Roland von Huene für seine innovativen und wegweisenden Arbeiten über die Geodynamik aktiver Kontinentalränder verliehen.

In seiner Laudatio ging David W. Scholl auf den wissenschaftlichen Werdegang Roland von Huenes ein und hob dabei seine neuen Erkenntnisse auf dem Gebiet der marinen Geologie hervor. Roland von Huene studierte Geowissenschaften in Los Angeles, Kalifornien, und Innsbruck. Seit 1967 war er als Geologe beim U.S. Geological Survey tätig, von wo aus er sich verstärkt der marinen Geologie widmete. Im Jahre 1989 wechselte er zum GEOMAR nach Kiel, wo er zum Abteilungsdirektor für Marine Geodynamik avancierte. Seine Forschungsaktivitäten waren teils eingebunden in die internationalen marinen Bohrprogramme DSDP und ODP. Sie erstreckten sich auf eine große Anzahl von konvergenten Kontinenalrändern. Insbesondere seine Studien in Chile, Peru, Guatemala, Alaska und Japan brachten Roland von Huene zur Erkenntnis, daß Subduktionserosion und Sedimentsubduktion bei der Gestaltung aktiver Kontinentalränder eine weitaus größere Rolle spielen als bisher angenommen. Diese Erkenntnis hat den Subduktionsprozess, der zuvor fast immer mit Akkretion und Krustenwachstum in Zusammenhang gesehen wurde, in einem gänzlich anderen Licht erscheinen lassen. |