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Seite des Vorsitzenden
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ersten Anmeldungen treffen ein für die diesjährige Jahrestagung, die vom 3. – 5. Oktober in Bremen stattfindet und unter dem Thema steht „The Oceans in the Earth System“. Mit dem letzten GMit-Heft wurde Ihnen das Programm übersandt, das ein breites Spektrum geowissenschaftlicher Arbeiten im Ozean behandelt. Es sollte viele Kolleginnen und Kollegen ansprechen, da – wie allen bekannt – der Ozean über 70 % der Erdoberfläche einnimmt und ein wichtiger Teil des globalen Klimageschehens ist. Die Explorationstätigkeit auf Erdöl und Erdgas am Kontinentalhang wird in immer größere Tiefen ausgedehnt – eine Herausforderung für die geowissenschaftliche Forschung und Meerestechnologie; Umweltaspekte spielen dabei eine große Rolle. Begünstigt durch neue Technologien, wurden in den letzten Jahren umfangreiche Untersuchungen zu den marinen Gashydraten, zu neu entdeckten Lebensgemeinschaften in tiefen Sedimentschichten und zu den submarinen Hydrothermalsystemen durchgeführt. Zu diesen Themen sind spezielle Tagungsblöcke vorgesehen, auch zu neuen Aspekten der Paläoklimaforschung: zu den Proxies zur Rekonstruktion unserer früheren Umwelt, zu den Sauerstoff-Minimum-Zonen, der Beziehung zwischen Landklima und Ozean und ihren Wechselbeziehungen zur Meeresspiegelentwicklung und zur Geschichte und Zukunft des Sättigungszustandes des Ozeans. Ein zunehmend wichtiger Themenkomplex betrifft die Küstenzonen und die geowissenschaftlichen Prozesse am Schelf. Der morphodynamischen Entwicklung, der Biogeochemie der Wattsedimente, der Küstendynamik und Sedimentation am Kontinentalhang und den Sedimentationsbedingungen in Ästuaren sind besondere Sessions gewidmet. Ein weiteres Hauptthema beschäftigt sich mit Geohazards – Beispiele werden behandelt vom Vulkanismus am aktiven Kontinentalrand des Sundabogens und zur Stabilität von Kontinentalrändern. Sehr willkommen sind natürlich auch Beiträge aus allen anderen Gebieten, die in einem Veranstaltungsblock mit freien Themen vorgestellt werden können. Im Detail werden einige Themen während Workshops und Short Courses diskutiert, z.B. zu den marinen Proxies, zu Sauerstoffisotopenverhältnissen, zu seismoakustischen Darstellungen und zur geologischen Interpretation sowie zur Nutzung von Datenbanken und zum Stand neuer Technologien für die Tiefseeforschung. Ein weiterer Höhepunkt wird der Festvortrag von Professor Friedemann Schrenk von der Universität Frankfurt zur Hominidenentwicklung werden, den er in der oberen Rathaushalle im Zentrum der Stadt halten wird.
Wie in den letzten Jahren werden wieder der Hans-Cloos-Preis und die Gustav-Steinmann-Medaille an herausragende Wissenschaftler/innen verliehen. Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, so melden Sie sich bitte bald an über online: www.g-v.de oder per Fax-Nr.: 0421 – 6491 0780 oder per Post an: witago, Außer der Schleifmühle 29, 28203 Bremen.
Bis bald in Bremen, herzliche Grüße Ihr Gerold Wefer
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