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Seite des Vorsitzenden
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
erfreulich hoch sind die Anmeldungen zur diesjährigen Jahrestagung der Geologischen Vereinigung, die vom 3. bis 5. Oktober 2007 unter dem Thema „The Oceans in the Earth System“ in Bremen stattfindet. Etwa 400 Vortrags- und Posterbeiträge wurden angemeldet. Wir rechnen mit 450 – 500 Teilnehmern. Zur Tagung in Bremen wird auch ein Flyer zur nächsten Jahrestagung der GV vorliegen. Das Organisationsteam unter Leitung von Herrn Kollegen Littke lädt Sie schon jetzt herzlich zur Geo 2008 Tagung in Aachen ein. Generelles Thema ist: „Resources and Risks in the Earth System”. Die Tagung wird gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften geplant und durchgeführt und wird vom 29. September – 1. Oktober 2008 in Aachen stattfinden. Die Exzellenzinitiative der Bundesregierung befindet sich in der zweiten Runde. In den letzten Wochen wurden ca. 80 Anträge für die Förderlinien Graduiertenschulen und Exzellenz¬cluster begutachtet. Etwa 20 Graduiertenschulen und 15 Exzellenzcluster sollen ab 1. November 2007 gefördert werden. Am Nachmittag des 19. Oktober werden die Entscheidungen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat bekannt gegeben, zusammen mit der Entscheidung über die Förderlinie „Zukunfts¬konzepte“ (sogenannte Exzellenzuniversitäten). Die Exzellenzinitiative der Bundesregierung hat die Universitäten „wachgerüttelt“. Obwohl viele Anträge nicht bewilligt wurden, insbesondere auch im Bereich der Geowissenschaften, hat diese Initiative die Universi¬täten zur Langfristplanung und Definition von Schwerpunkten angeregt. Die Umstrukturierung der Studiengänge kommt langsam zum Abschluss. Zum nächsten Winter¬semester werden fast alle Universitäten Bachelor- und Master-Studiengänge einge¬führt haben. Parallel zum Bachelor- und Masterangebot müssen bis zum Auslaufen der Diplom-Studiengänge noch die bestehenden Lehrveranstaltungen angeboten werden, was eine große zusätzliche Lehrbelastung darstellt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Austausch mit dem Ausland sehr begünstigt wird. Insbesondere in Englisch unterrichtete Studiengänge ziehen vermehrt Studierende aus anderen Ländern an. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden auch neue Semesterzeiten diskutiert, um einen Wechsel zwischen Studienorten innerhalb Europas zu erleichtern. Der Bologna-Prozess dient dazu, das Forschungs- und Lehrsystem in Europa vergleichbar zu machen. Der Prozess begann bereits Ende der 90er Jahre, und am 19. Juni 1999 einigten sich Vertreter von 29 europäischen Ländern, ein System leicht verständlicher und vergleich¬barer Abschlüsse in Europa zu schaffen. Dazu gehören ein zweistufiges System von Studien¬abschlüssen, in Deutschland als Bakkalaureus/Bachelor und Magister/Master umge¬setzt, die Einführung eines Leistungspunktesystems, dem European Credit Transfer System (ECTS) und generell die Förderung der europäischen Zusammenarbeit bei der Qualitäts¬entwicklung. Eingebunden ist auch der dritte Schritt der Hochschulbildung, die eigenständige Forschung, meistens als Doktor bzw. PhD bezeichnet. Für diesen Abschnitt wird ein Arbeits¬aufwand von drei bis vier Jahren (Vollzeitbeschäftigung) angenommen. Beim Bologna-Prozess handelt es sich zwar nur um eine rechtlich unverbindliche Absprache zwischen den Bildungsministern, inzwischen haben sich jedoch 46 Staaten diesem Bologna-Prozess verpflich¬tet. In regelmäßigen Ministertreffen wird beraten, wie die Ziele dieser Absprache erreicht werden können. Jedes Land hat eine nationale Bologna-Gruppe, in Deutschland besteht sie aus Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Hochschulrektoren¬konferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und weiteren Einrichtungen, zum Beispiel der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und der Gewerk¬schaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die neue Bundesregierung führt die im Jahr 2000 begonnenen Wissenschaftsjahre fort. Das nächste Jahr ist der Mathematik gewidmet. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Wissenschaft im Dialog und die Deutsche Mathematikervereinigung arbeiten mit Unter¬stützung der Deutschen Telekom Stiftung bereits am Programm für das Jahr 2008. Der traditionelle Wissenschaftssommer wird in Leipzig stattfinden, und weitere Veranstaltungen sind in mehreren Städten in Deutschland geplant. Das Zusammengehen der einzelnen geowissenschaftlichen Organisationen geht langsam, aber stetig voran. Immer mehr Tagungen werden gemeinsam geplant. Die mit der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft vereinbarte Doppelmitgliedschaft für studentische Mitglieder wird sehr gut von den Studierenden angenommen. In diesem Jahr haben schon etwa 40 Studierende von diesem Angebot Gebrauch gemacht.
Bis bald in Bremen, herzliche Grüße Ihr Gerold Wefer
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