|
Gustav-Steinmann-Medaille 2007 an Stefan Schmid |
|
|
|
|
Die Geologische Vereinigung verleiht Stefan Schmid die Gustav-Steinmann-Medaille 2007 in Würdigung seiner herausragenden Arbeiten zur Tektonik und Geodynamik, zur Rheologie der Gesteine und zur Entwicklung von Gebirgsketten.
Diese Arbeiten basieren auf einem interdisziplinären Ansatz, der strukturgeologische Feldbeobachtungen, moderne geophysikalische Methoden zur Erkundung der Tiefenstruktur, Geochronologie und Stratigraphie in prozessorientierten Modellen in geologischer Zeit und Raum vereint. Zu seinen wichtigsten Erkenntnissen, erschienen in über 100 Publikationen, gehören Modelle zur Mylonitverformung, zur geodynamischen Entwicklung des Alpen-Dinariden-Karpathen-Bogens und neuerdings zur Spröddeformation und Neotektonik des Oberrheingrabens. Seine Querschnitte durch die alpine Tiefenstruktur gehören zur Standardliteratur aller Schüler der Alpen und von Faltengebirgen überhaupt. Zahlreiche seiner Doktoranden und Doktorandinnen waren dankbare Schüler und dominieren heute das Fach der Tektonik und Strukturgeologie vor allem im europäischen Raum. Sein interdisziplinäres Denken und sein Enthusiasmus hat nicht zuletzt die heutige Tektonik entscheidend geprägt.
|