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Gustav-Steinmann-Medaille 2009 an Michael Sarnthein PDF Print E-mail

Die Geologische Vereinigung verlieh Michael Sarnthein die Gustav Steinmann–Medaille 2009 in Würdigung seiner herausragenden Arbeiten zur Paläo-Ozeanographie des Atlantischen Ozeans.

Michael Sarnthein hat mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten das Verständnis der spätneogenen Entwicklung des Ozean-/Klimasystems wesentlich bereichert. Seine Leidenschaft für das wissen­schaftliche Detail hat seine eigenen Arbeiten geprägt und ihn zu einem herausragenden Stra­tigraphen gemacht. Er war einer der ersten Paläozeanographen, der eine zeitlich hohe Auflösung bei maximaler zeitlicher Präzision in einem “Multiproxy”-An­satz konsequent angewendet hat. Seine hochaufgelösten Klimarekonstruktionen im Nordatlantik gehören heute zu den be­deutendsten Arbeiten im Feld der “millennial-scale climate variability”. Seine frühen Arbeiten über die Auftriebsgeschichte vor Westafrika sind bis heute Meilensteine hinsichtlich der Kopplung von Klimaveränderungen mit der ozeanischen Produktivität. Seine Staubrekonstruktionen sind “Klassiker” in der Literatur der atmosphärischen Zirkulation der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen geworden. Seine Arbeiten zu Klima- und Umweltverände­rungen in der monsunalen Welt, stellen ebenfalls wissenschaftliche Durchbrüche dar, die ihrer Zeit weit voraus waren.
Zahlreiche seiner Doktoranden und Doktorandinnen arbeiten heute weltweit in Schlüsselpositionen im Fach Paläo-Ozeanographie und in der Klimaforschung. Sein interdisziplinäres Denken und sein herausragender Einsatz haben nicht zuletzt die heutige Meeresgeologie und Paläo-Klimaforschung entscheidend geprägt. Die deutsche Meeresgeologie wäre ohne Michael Sarnthein nicht auf dem heutigen hohen internationalen Stand.
 
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