MikroskopKinder

Mikroskop Kinder

Kinder lieben es zu Forschen und zu Experimentieren. Hierzu lohnt es, wenn die Eltern sich Gedanken über ein Mikroskop für Kinder machen, denn mit einem Kindermikroskop lassen sich spannende Experimente durchführen und neue Dinge entdecken. Mikroskope für Kinder gibt es in zahlreichen Variationen wobei die meisten Modelle für Kinder ab 8 Jahre geeignet sind. Kindermikroskope enthüllen eine wunderbar verborgene Welt, die vor allem die Kleinsten sehr fasziniert. Allerdings ist beim Erwerb äußerste Vorsicht geboten, denn Kindermikroskope gibt es in unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen, welche man unbedingt kennen sollte, damit es später nicht zu Enttäuschungen und Frustration bei der Anwendung kommt.

Unsere Empfehlungen für gute Kindermikroskope

Welche Anforderungen sollte ein Mikroskop für Kinder erfüllen?

  1. Es sollte seinen Zweck erfüllen
  2. Das Preisleistungsverhältnis sollte passen
  3. Es sollte von Kindern eigenständig genutzt werden können   

Wieso sollte man unbedingt seine Anforderungen definieren und sich daran halten? Es macht keinen Sinn sich ein Kindermikroskop zu besorgen, welches nicht seinen Zweck erfüllt. Ein Mikroskop für 5 Järige, dass noch unter die Kategorie Spielzeug fällt, hat einen ganz anderen Werteanspruch, als ein professionelles Mikroskop für Kinder aus Metall und USB Anschluss.

Man sollte sich also in erster Linie erst einmal bewusst machen, für welche Altersklasse das Kindermikroskop gedacht ist und welchen Verwendungszweck man mit diesem verfolgen möchte. Ist man sich dessen im Klaren, so kann die Recherche beginnen.

Um sich bei seiner Suche besser orientieren zu können sollte man sich die Unterschiedlichen Modelle vor Augen halten und sich überlegen, welche Kriterien das Mikroskop für Kinder erfüllen soll. Hier einige Stichpunkte, die man beachten sollte:

  • Gewicht und Abmaß: Um so kleiner und leichter das Mikroskop, dessto einfacher haben es Kinder es zu verwenden.
  • Beleuchtung: Es gibt Kindermikroskope mit einer sehr guten Beleuchtung. Diese Beleuchtung (z.B. LED) sorgt dafür, dass die Sichtbarkeit der Vergrößerung gesteigert wird.
  • Batterie oder Kabel: Der Batteriebetrieb ist sehr viel flexibler und macht die Handhabung des Mikroskops einfacher.
  • Anschlüsse: Wie Digital soll das Jugendmikroskop sein? Mit einem USB Anschluss kann hier direkt mit dem PC verbunden werden.

Welche Kindermikroskope gibt es?

Das Mini-Mikroskop für Kinder im Kindergarten

Bei einem Mini-Mikroskop geht es nicht zu sehr um die Vergrößerung, sondern um die Auseinandersetzung mit dem Gerät im Allgemeinen. Aus diesem Grund ist es nicht so tragisch, wenn das vergrößerte Bild nicht präzise ersichtlich wird. Vielmehr geht es darum, dass das Mini Mikroskop leicht, robust und leicht zu säubern ist. Hierbietet sich natürlich ein Mini Mikroskop aus Kunststoff an. Je mehr technische Einstellungen, desto größer wird die Frustration bei kleineren Kindern ab 3, wodurch der Effekt, etwas entdecken zu wollen, ausbleiben wird.

+  leicht, robust, gut zu säubern

+ wenig Funktionen

 

Das Juniormikroskop ab 6 Jahre

Bei Kindern, die den Kindergarten verlassen und in die 1.Klasse kommen, wächst auch der Drang nach Entdeckung und Forschung. Ein – Minimikroskop kann einen 6 Jährigen schon langweilen. Es ist also wichtig, dass ein Juniormikroskop auch wirklich Dinge vergrößert und erkennbar macht. Hierzu sollte man eine 400 – 500 Fache Vergrößerung haben, um auch kleinste Strukturen bereits erkennen zu können. Zu empfehlen ist somit eine Vergrößerung von mindestens 450 und am besten ein Modell aus Kunststoff, da diese in dieser Altersklasse am langlebigsten sind.

+ Kunststoff

+ min. 450-fach Vergrößerung

+ leicht, robust

 

Das Schülermikroskop

KindermikroskopMit wachsendem Alter, steigen natürlich auch die Ansprüche. In den Schulen werden im Biologieunterrichtsehr hochwertige Mikroskope für Kinder eingesetzt. Ein minderwertiges Mikroskop, das unscharfe Bilder liefert, kann bei Kindern ab 10 schnell Langeweile bewirken. Auch das Zubehör spielt ab diesem Zeitpunkt eine Rolle. Es geht hier nicht mehr nur darum etwas zu vergrößern, sondern vor allem auch um das Experimentieren. Dies Bedarf natürlich auch Blättchen, Pipetten und Gläser. Eine 900-fache Vergrößerung ist in diesem Alter ein absolutes Muss und weckt bei Kindern im mittleren Schulalter einen großen Forscherdrang. Ab jetzt kann außerdem auf Kunststoff verzichtet werden und auf Mikroskope aus Metall zurückgegriffen werden.

+ Metall

+ Zubehör

+ min. 900-fache Vergrößerung

 

Mikroskope für Kinder ab 13 Jahren

Ab jetzt wird es ernst. Ab einem Alter von 13 Jahren (circa, da jedes Kind in seiner Entwicklung unterschiedlich ist) empfiehlt es sich seinen Kindern ein richtig professionelles Mikroskop zu besorgen. Genau an dieser Stelle befindet sich auch die Abgrenzung zwischen Kind und Erwachsener. Ein professionelles Mikroskop erfüllt die technischen Voraussetzungen dafür, professionell Arbeiten zu können. Ein sehr gutes Mikroskop ist sehr langlebig, wenn man es gut behandelt. Im Alter ab 13 Jahren ist dies durchaus zu erwarten. Die Linse, die Leuchten und die Spiegel unterstehen einer sehr hohen Qualität, was sehr präzise Bilder liefert. Dadurch steigen natürlich auch die Anwendungsmöglichkeiten für ein solches Mikroskop.  

Wodurch grenzen sich Mikroskope für Kinder von professionellen Mikroskopen ab?

Klar ist, dass Kindermikroskope nicht für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden können, da es in ihrer Beschaffenheit nicht um die Präzession geht, sondern viel mehr um die Verwendung und Handhabung. Generell kann gesagt werden, dass Kindermikroskope leicht zu bedienen sind, robust, leicht zu reinigen und eine gewisse Sicherheit versprechen.

Sind Mikroskope für Kinder schwer in der Bedienung und besehen aus vielen Kleinteilen, so führt dies sehr häufig zu Wut und Verzweiflung. Aus diesem Grund ist es ungemein wichtig, dass das Mikroskop Altersgerecht ist.

Das Material des Kindermikroskops

Generell gilt, dass Kunststoff Mikroskope für Kinder sicherer, robuster und leichter zu reinigen sind, als Mikroskope aus Metall. Im Umkehrschluss geht durch den Kunststoff auch die Genauigkeit verloren. Geräte aus Metall haben einen viel besseren Halt und verhelfen dadurch zu einem viel genaueren Betrachten des Objektes. Gleiches gilt natürlich für das Zubehör. Plastik zerbricht nicht so schnell und garantiert mehr Sicherheit für kleinere Kinder.

Für Kinder ab 8 Jahren ist bereits ein Kindermikroskop aus Metall zu empfehlen, dass mit einem Kunststoffschutz daher kommt. Unter 7 Jahren empfiehlt sich auf jeden Fall ein Mikroskop aus Plastik.

Die Vergrößerung

Um ein Mindestmaß an Vergrößerung zu erreichen, welche sich lohnt und Kinder begeistert, bedarf es einer mindestens 350-fachen Vergrößerung eines Objekts. Nur so werden auch kleineste, nicht für das Auge sichtbare Details, sichtbar. Haare und Oberflächenstrukturen von kleinen Tieren können mit einer 350-fachen Vergrößerung bereits sichtbar werden. Eine Vergrößerung von 1000 bis 1200 ist für Kinder ab 10 optimal, denn mit dieser Vergrößerung ist ein sehr scharfes und detailliertes Bild möglich.

Bei handelsüblichen Mikroskopen (Labor Mikroskope ausgenommen), empfiehlt es sich den Vergrößerungswert von 1300 nicht zu überschreiten, da sich die Schärfe hier ins Negative umwandelt und die Bilder verschwommen zu sehen sind. Viele Anbieter werben mit einer Vergrößerung über 1300, was jedoch unbedingt vermieden werden sollte.

Wie sollte das Zubehör von Kindermikroskopen aussehen?

Die Anleitung: Jedes Kindermikroskop sollte eine detaillierte Anleitung mit Gebrauchsanweisungen haben. Vor allem für den Einstieg ist diese Anleitung wirklich wichtig.

Die Petrischalen: Um Objekte sicher unter einem Kindermikroskop zu platzieren bieten sich Petrischalen an. Vor allem bei lebendigen Objekten, ist der Rand der Petrischale eine passende Hilfe. Petrischalen gibt es aus Glas oder Kunststoff. Für kleine Kinder eigenen sich natürlich Petrischalen aus Kunststoff.

Pinzette und Pipette: Zum Mischen von Kochsalzlösungen, zum Aufnehmen von Objekten, zum Verschieben und Drehen und zum Verfärben von Flüssigkeiten Bedarf es Werkzeug. Pinzetten und Pipetten dürfen in keinem Set fehlen.

Der Objektträger: Der Träger der Objekte, auf dem die Objekte platziert werden kann aus Glas oder Plastik bestehen.

Das Skalpell: Mit diesem scharfen Messer, ist man in der Lage fein auszuschneiden. Skalpelle gibt es auch aus Kunststoff, damit Kinder den Umgang damit lernen können.

Das Farbmittel: Durch das Hinzufügen von Farbe, können transparente Objekte, sichtbar gemacht werden.

Die Kochsalzlösung: Um Präparate dauerhaft zu machen, wird mit den meisten Mikroskopen eine Kochsalzlösung mitgeliefert.

Experimentier-Sets: Es gibt in Verbindung mit Kindermikroskopen zahlreiche Experimentier-Sets mit Dauerpräparaten und Werkzeugen, um viele spannende Experimente selber durchzuführen.

Welche Objekte lohnen sich für Kinder beobachtet zu werden?

Es gibt in der Tat viel zu entdecken. Alleine die eigenen Fingernägel, so sauber diese mit unserem Auge auch erscheinen mögen, sehen unter einem Mikroskop sehr unappetitlich aus. Das Mikroskop für Kinder macht Dinge sichtbar, die für unsere Augen im Verborgenen liegen. Hier einige Ideen, die unter dem Mikroskop beobachtet werden können:

Haare: Das Haar sieht unter dem Mikroskop ganz anderes aus als vermutet. Ob es nun das eigene Haar ist oder Haare von Tieren. Hier lassen sich tolle atemberaubende Dinge entdecken.

Blätter: Das Blattlaub unterliegt einer ganz eigenen Struktur. Durch das einfärben eines Blattes, lassen sich die Strukturen unter dem Mikroskop noch viel besser erkennen.

Fingernägel: Wer seine Fingernägel schneidet, der sollte diese aufsammeln und unter das Mikroskop legen. Durch die Vergrößerung wird schnell klar, dass Hände ein wahres Arbeitswerkzeug sind.

Knete: Interessant ist es, die Oberflächenstruktur von Knete oder Schleim zu beobachten. Diese hat eine sehr aufnehmende Beständigkeit und unterscheidet sich stark von der eigenen Haut.

Es gilt somit genau darauf zu achten, welches Mikroskop für Kinder man kauft und vor allem sollte man seinen Fokus tatsächlich auf das Alter des Kindes richten. Kleine Mini-Mikroskope haben nicht den Anspruch Qualitativ hochwertige Vergrößerungen zu liefern. Sie sind jedoch ein guter Start für Kinder ab 5, um den Umgang mit einem Mikroskop zu lernen. Ein Experimentierkasten ist immer auch eine gute Ergänzung, zu einem Mikroskop für Kinder, wobei man mit einem guten Kindermikroskop viel tiefer in die Materie einsteigen kann. Wer seine Kinder also näher an die Natur, die Biologie, die Chemie oder die Technik bringen möchte, der kann dies mit einem Experimentierkasten und einem Kindermikroskop hervorragend machen.