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23.09.-28.09.2012 GV & Sediment Meeting "Of Land and Sea - Processes and Products", Hamburg PDF Print E-mail

 
GV and SEDIMENT meeting 2012 in Hamburg
 

Of Land and Sea: Processes and Products

23.09.-28.09.2012

GV-Ehrungen  /  Posterpreise  /  Bernd-Rendel-Preise

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Fotos: Eva Vinx, Universität Hamburg

   

Die GV-Jahrestagung 2012 fand gemeinsam mit der Sediment 2012 vom 23. bis 28. September unter dem Thema "Of Land and Sea: Processes and Products" mit über 300 Teilnehmern in Hamburg statt.

Ein herzliches Dankeschön an das Team der GV&Sediment-Tagung um Prof. Dr. Christian Betzler.

Nach Exkursionen am 23. und 24.September wurde am Montagmittag die Tagung Sediment 2012 als Auftakt zur Gemeinschaftstagung eröffnet durch

Prof. Dr. Christian Betzlerund Prof. Dr. Matthias Hinderer

Am Montagabend konnten die Fachgespräche bei der Icebreaker Party im Museum des "Geomatikums" fortgeführt werden.

Mit der Eröffnungsveranstaltung begann am Dienstagmorgen die GV-Jahrestagung.

Begrüßung durch
Frau Dr. Mielke,
Vizepräsidentin der
Universität Hamburg
  
Prof. Dr. Ralf Littke,
Vorsitzender der
Geologischen Vereinigung
Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung der GV-Tagung am Dienstag, 25. September wurden die Ehrungen 2012 der Geologischen Vereinigung vorgenommen.

Nach der Laudatio von Prof. Dr. Gerhard Wörner verlieh der GV-Vorsitzende, Prof. Dr. Ralf Littke, die Gustav-Steinmann-Medaille 2012 an Prof. Dr. Hans-Ulrich Schmincke:

Urkundentext: "Die Geologische Vereinigung verleiht die Gustav-Steinmann-Medaille 2012 an Hans-Ulrich Schmincke, der uns gelehrt hat, die Vulkane als Ganzes zu verstehen, von ihren Wurzeln im Mantel, über magmatische Kammern zur Eruption, bis zu ihren Wirkungen in der Atmosphäre"

Zusammenfassung der Laudatio von Gerhard Wörner:
Hans-Ulrich Schmincke wurde auf der Jahrestagung der GV in Hamburg im Oktober 2012 mit der Gustav-Steinmann-Medaille geehrt. Er hat die Vulkanologie in Deutschland und darüber hinaus als Forscher, Lehrer und Autor wesentlich geprägt.
 
„HU“, wie wir ihn nannten, konnte man auf Exkursionen in seinem Element erleben: Genau beobachten, jedes Detail beachten, alles möglichst genau beschreiben und immer in einen Kontext stellen, aber immer wieder auch hinterfragen, bis eine konsistente Interpretation steht. Hans-Ulrich Schmincke kann durch seine genauen Beobachtungen im Gelände Vulkane zum Leben bringen.
Er hat uns gelehrt, Vulkane als System von vielen Komponenten zu verstehen. Dabei betrachtet er die Vulkane und die Prozesse des Vulkanismus aus wissenschaftlichen, ästhetischen und kulturellen Blickwinkeln. Er hat die Wurzeln der Vulkane im Erdmantel mit geochemischen Methoden erforscht, den Aufstieg mit Xenolithen dokumentiert, Magmakammern rekonstruiert, die Auslösung von Eruptionen, den Aufstieg des Magmas im Schlot, die vielseitigen Eruptions- und Ablagerungsprozesse und die Wirkungen auf die Atmosphäre. Auch die Rückwirkung exogener Kräfte, das „externe Forcing“, auf Vulkansysteme hat Hans-Ulrich Schmincke wohl als Erster so richtig erkannt.
Die Methoden umfassen alle Richtungen der Geowissenschaften, Geochemie, Isotopentracer, Geochronologie, Geophysik, Strukturgeologie, marine Geologie und sogar Aspekte der Archäologie.

Hans-Ulrich Schmincke ist aber nicht nur Lehrer und Forscher, er ist auch Autor einer Reihe von Büchern zum Thema „Vulkanismus“: ästhetisch und wissenschaftlich das Beste, was es zu diesem Thema gibt. Er hat der Wissenschaft aber auch wichtige Dienste als Editor des „Bullentin of Volcanology“ und als Generalsekretär der IAVCEI geleistet. Die GV hat er gefördert als Mitglied im Vorstand und Beirat, wo er der wichtigste Motor war für eine Neuausrichtung und Internationalisierung der Geologischen Rundschau, heute das anerkannte „International Journal of Earth Sciences“.

Die GV ehrt ihn als Wissenschaftler, Lehrer und Autor, der uns gelehrt hat, die Vulkane als Ganzes zu verstehen, von den Magmaquellen im Mantel, über die Magmakammern, den Aufstieg und Eruption, bis zu den Wirkungen in der Atmosphäre.
 

 
Den Hans-Cloos-Preis 2012 überreichte Prof. Dr. Ralf Littke nach der Laudatio von Prof. Dr. Friedhelm von Blanckenburg an Dr. Mirjam Schaller:

Urkundentext: "Die Geologische Vereinigung e.V. verleiht Mirjam Schaller für ihre innovativen Arbeiten bei der Ermittlung von Geschwindigkeiten der Prozesse der Erdoberfläche mit geochemischen Methoden den Hans-Cloos-Preis 2012."

 

Zusammenfassung der Laudatio von Friedhelm von Blanckenburg:
Mirjam Schaller hat durch ihre innovativen Arbeiten mit komplexen isotopengeochemische Methoden, insbesondere die der seltenen in situ produzierten kosmogenen Nuklide, einen weltweit beachteten Beitrag zur modernen geomorphologischen Forschung geliefert. Sie hat als eine der ersten Wissenschaftlerinnen überhaupt gezeigt, dass Konzentrationen des seltenen komogenen Nuklides Beryllium-10 an Quarz aus rezentem Flusssand die Erosionsrate des gesamten Liefergebietes widerspiegelt. Frau Schaller hat erstmals das Konzept der Bestimmung von „Paläo-Erosionsraten“ eingeführt und mit dieser die Erosionsgeschichte Mitteleuropas während der letzten 1.3 Millionen Jahre rekonstruiert. Frau Schaller entwickelte die Methode weiter im Hinblick auf die Einschneidegeschichte steiler Schluchten in Taiwan, klimavariable Erosionsgeschichten, Moränenchronologien, Gesteinsverwitterung und die Erosion der Anden. Frau Schaller verbindet auf hervorragende Weise 1) fundamentale methodische Entwicklung mit 2) geologischen Anwendungen auf weltweit beachtete Fragestellungen.


Das Konferenz-Dinner am Dienstagabend fand im Restaurant "Parlament" im Hamburger Rathaus statt.

Am 26. September hielt Prof. Dr. Martin Claußen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, den öffentlichen Abendvortrag unter dem Titel "Klimakatastrophen in der geologischen Vergangenheit und nahen Zukunft".

 


Fotos: GV

Anlässlich der Jahrestagungen vergibt die GV jeweils 3 Posterpreise an Studierende. Die Jury bildeten in diesem Jahr Gernot Arp (Göttingen), Jonas Kley (Jena), Hermann Kudraß (Hannover), und Gerhard Schmiedl (Hamburg).
Als beste Poster wurden prämiert:

1. Preis (1.000 Euro) für das Poster
"The MIS 3 at the cliff of Kluckow (Jasmunt / SW Baltic Sea coast)"
von Michael Kenzler
und Mitautoren Stefan Meng/Heiko Hüneke

Foto: GV

2. Preis (500 Euro) für das Poster 
"Low sea-surface temperatures during the Aptian-Albian transition
(mid-Cretaceous epoch) and the effect on the evolution of marine calcifying organisms"
von Anja Griesand
und Mitautoren J. O. Herrle, P. Hofmann, A. McAnena, T. Wagner

Foto: GV

3. Preis (200 Euro) für das Poster
"Geology and Geochronology of a marker tuff bed, Barberton Greenstone Belt, South Africa"
von Tim Luber 
und Mitautoren C. Heubeck, A. Zeh, J. Engelhardt, T. Giebner

Foto: GV

Außerdem wurde ein Posterpreis von Mobil gemeinsam mit der GV-Sektion Sedimentologie vergeben an:

Alexander Petrovic
und T. J. J. Hanebuth, H. Lantzsch, V. B. Bender
für das Poster 
"
Late Pleistocene sediment dynamics in the southern Galician margin gully system".      

Foto: GV

               


Bernd-Rendel-Preise 2012 der DFG an vier junge Wissenschaftler/innen verliehen

Im Rahmen der Tagung wurden auch wieder von der Deutschen Forschungsgemeinschaft vier junge Geowissenschaftler/innen mit dem Bernd-Rendel-Preis ausgezeichnet. Der Bernd-Rendel-Preis ist mit je € 2000 dotiert und soll den Preisträgerinnen und Preisträgern die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Im Auftrag der DFG überreichte Prof. Dr. Ralf Littke (GV) die Urkunden.

Die Preisträger 2012 sind: Diplom-Geowissenschaftlerin Magdalena Hofmann (28), Georg-August-Universität Göttingen, Diplom-Geograf Marian Horstmann (27), Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Dr. rer.nat. Kerstin Perner (28), Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde an der Universität Rostock und M.Sc. Alexander Rohrmann (27), Universität Potsdam.



Verleihung der
Bernd-Rendel-Preise 2012

v.l.n.r.: Prof. R. Littke (GV), Marian Horstmann, Magdalena Hofmann, Kerstin Perner, Alexander Rohrmann, Rainer Lüdtke (DSZ
  
  
  
Foto: Eva Vinx,
Universität Hamburg
  
 



 

 
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